Presse

Deutsch-Französisches Theaterprojekt 2017

HNA vom 16.10.2017
"Nie wieder Friede!" von Ernst Toller /Foto: Anai Sherve

"Die Kleinbürgerhochzeit" - Dock 4, Oktober 2017

HNA vom 09.10.2017

"Tango"/"Polizei" - Dock 4, Juli 2017

HNA vom 14.07.2017

"Liliom"- Dock 4, Juli 2017

HNA vom 10.07.2017

"Das Tapfere Schneiderlein" - Bad Hersfelder Festspiele 2017

Zwischen Ratlosigkeit und Faszination: Als Prinzessin Caroline (Sarah Elena Timpe) in seine Werkstatt rauscht und ein Jäckchen reklamiert, das aber gar nicht von ihm stammt, kann Schneiderlein Fritz Zwibbel (Sasha Bornemann) nur staunen. Foto: Landsiedel

Das Schneiderlein wird tapfer.

 

Bad Hersfeld. Angst haben vor allem und jedem. Das ist wahrscheinlich für viele Kinder ein vertrautes Gefühl. Vor den Geräuschen im Dunkeln, wenn man alleine ist, vor den anderen, die soviel stärker oder zumindest lauter sind, vor den eigenen Gefühlen, wenn man nicht weiß, wem man vertrauen kann.

In Franziska Reichenbachers Fassung des Märchens „Das tapfere Schneiderlein“, das am Dienstag im Theaterzelt neben der Stiftsruine Premiere hatte, haben fast alle Figuren Angst. Fritz Zwibbel, der Schneider (Sasha Bornemann), traut sich nicht viel zu. August der Starke (Roland Schreglmann) lebt von dem Gefühl, der stärkste Mann im Land zu sein. Als er das infrage stellen muss, ist er vor lauter Angst sogar bereit, den kleinen Schneider zu erschlagen. Und am allerängstlichsten ist König Alexander (Yorick R.R. Tortochaux), der den ganzen Tag in seinem Schrank sitzt und verzweifelt jemanden sucht, der die „Riesen“ in seinem Königreich, den General Olaf Knieper und Finanzministerin Ursula von Laschet aushorcht, um zu erfahren, ob er ihnen trauen kann. Mutig und selbstbewusst tritt dagegen Elli auf, Fritz Zwibbels patente Freundin, die von Neele Pettig gespielt wird.

Ehrfurcht und Respekt

Doch was passiert mit uns und unseren Ängsten, wenn die Menschen uns ganz anders betrachten als wir uns selbst? Das ist das zentrale Thema in dem Stück. Das Schneiderlein wird, kaum trägt es den Gürtel mit der Aufschrift „Sieben auf einen Streich“ mit Ehrfurcht und Respekt behandelt. Und niemand will hören, dass es nur Fliegen waren, die er nicht etwa erlegt, sondern mit dem Netz gefangen und an die frische Luft gesetzt hat. Da ist es dann auch kein Problem, große Kraft vorzutäuschen, indem er einen Käse statt eines Steins zerdrückt, bis das Wasser herausläuft. Sein ungläubiges Staunen über den eigenen Erfolg zeigt Sasha Bornemann einfach hinreißend.

„Ich hab’ mir mehr zugetraut, weil die anderen mir mehr zugetraut haben“, stellt Fritz Zwibbel zum Schluss fest und reicht seinen Gürtel an den ängstlichen König weiter.

Mit dem ursprünglichen Märchen der Brüder Grimm, das die meisten Kinder vermutlich kennen, hat dieses Schneiderlein nur das zentrale Motiv und einige Szenen gemeinsam. Es spielt auch nicht in einer längst vergangenen Märchenwelt, sondern ist durchaus modern, was vor allem an der High Heels tragenden, hilflos zickigen, aber eigentlich sehr patenten Prinzessin, die Sarah Elena Timpe wunderbar spielt, deutlich wird. Bühne und Kostüme hat Barbara Fumian gestaltet.

Riesen mit Schwächen

Hinreißend ist Roland Schreglmann als bajuwarisierender August der Starke. Er zeigt, dass auch Riesen Schwächen haben, wie übrigens auch Elisabeth Degen als Finanzministerin und Andrés Mendez als verliebter General. Warum er und die Prinzessin aber am Schluss knutschend übereinander herfallen, nachdem es ein etwas absurdes Abenteuer mit Heißluftballons gegeben hat, das erschließt sich nicht so wirklich. Dem Publikum, in dem zur Premiere relativ wenige Kinder saßen, hat’s jedenfalls gut gefallen. Es gab langen und herzlichen Beifall.

 

Christine Zacharias / HZ Hersfelder Zeitung vom 13.06.2017

"Locked" - Dock 4, Mai 2017

HNA vom 27.05.2017

Tschechow-Komödien - PALAIS HOPP, Mai 2017

HNA vom 12.05.2017

"Walnussbrot" - Dock 4, Mai 2017

HNA vom 03.05.2017

"Invasion!" - Junges Theater Göttingen, 2017

Göttinger Tageblatt, 22.04.2017
Marcel Irmey (JT-Gast), Linda Elsner (JT), Bardo Böhlefeld (DT), Foto: © Dorothea Heise

 

"Das Ensemble ist energiegeladen, es schafft den Spagat zwischen Ernst und Komik. Marcel Irmey, zurzeit als Gast am Jungen Theater und Schauspielstudent an der Schauspielschule Kassel, gibt insbesondere zusammen mit Bardo Böhlefeld vom Deutschen Theater ein gutes Duo ab. Dieser überzeugt durch seinen Facettenreichtum: Ob Erzähler, Wissenschaftler, Jugendlicher mit Migrationshintergrund; er hat das Publikum im Griff. Bei Jan Reinartz vom Jungen Theater ist insbesondere der Apfelpflücker hervorzuheben. Linda Elsner, ebenfalls vom Jungen Theater, setzt den komplexen Charakter der Lara gut in Szene. Die verschiedenen Bühnensituationen und Stilformen gehen dabei teils fließend, teils in großem Kontrast ineinander über. Die Inszenierung von Milena Paulovics ist wirklich gelungen. Die intime Bühnengestaltung holt den Zuschauer dabei näher an das Geschehen, lässt ihn teilhaben und verringert die Distanz. (...) Jonas Hassen Khemiris Drama Invasion! regt zum Nachdenken an. Man sollt sich definitiv eine der wenigen Vorstellungen nicht entgehen lassen."

 

Sabine Engel, Kulturbüro Göttingen, 22.04.2017

 

"Stark ist die Szene, in der ein Lokaljournalist (Bardo Böhlefeld), ein Sozio-Schwabe (Jan Reinartz) und eine Antikernkrafttante (Marcel Irmey) im Wuschelschopf ihrer Kommilitonin Lara (Linda Elsner) ihre kulturelle Identität ergründen zu versuchen, ohne, dass sie selbst zu Wort kommt. Oder als der asylsuchende Apfelpflücker den Zuschauern erklärt, dass er immer wieder angerufen werde, von einem Abulkasem, obwohl er eigentlich mit seinen Anwälten telefonieren müsse. Mit überheblichem Dauerlächeln übersetzt die Dolmetscherin (toll: Linda Elsner mit Brille und Stöckelschuhen) sein Persisch damit, dass er Juden hasse und als Kind Selbstmordattentäter gespielt habe. Selbst als er anfängt, nur noch Liedtitel zu zitieren – auf Englisch. Es macht viel Spaß den vier Schauspielern dabei zuzuschauen, wie sie in die 17 völlig überzogenen Rollen schlüpfen und jeder noch einen ganz eigenen Tick findet. Richtig tiefgründig wird der Abend mit den plakativen Szenen nicht, aber er zeigt, dass Wirklichkeit eine Frage der Perspektive ist. Die Bilder von Regisseurin Milena Paulovics sind minimalistisch und lassen Spielraum für mehr. Der medialisierte Hype um eine erfundene Identität trifft trotzdem den Nerv der gespannten Gesellschaft. Am Ende gab es lang anhaltenden Applaus für die knapp anderthalbstündige Premiere."

 

Valerie Schaub, HNA, 22.04.2017

Abschlussklasse 2017

HNA vom 16.01.2017

Deutsch-Französisches Theaterprojekt 2016

HNA vom 24.10.2016

Aufführung im Theater auf der Sababurg

Aufführung des 5. Semesters 2016 HNA vom 17.08.2016

Abschlussinszenierung 2016

HNA vom 25.07.2016
HNA vom 22.07.2016

Absolventen und Schüler der Schauspielschule Kassel bei den 66. Bad Hersfelder Festspielen

Das reine Herz besiegt die Gier

Des einen Glück, des anderen Verhängnis: Theo (links, Yorick Tortochaux) begehrt das Gold der Gans, während sich der Dummling (Sasha René Bornemann) nur liebevoll um das Tier kümmern will. © Landsiedel

Bad Hersfeld. "Die Goldene Gans" begeisterte bei der Premiere bei den Bad Hersfelder Festspielen Kinder und Erwachsene.

Dass Kindertheater funktioniert, merkt man meist daran, wenn die jungen Zuschauer anfangen, auf das Bühnenspiel zu reagieren. Wenn sie sich einlassen auf die Illusion, die die Darsteller mit ihrer Sprache und ihren Kostümen erschaffen, und sich die Bretter unter dem Bühnenbelag in eine andere Welt verwandeln.

Bei Franziska Reichenbachers Regiedebüt „Die Goldene Gans“ dauert es kurze Zeit, bis die Magie des Märchens greift. Doch dann kommen die Darsteller in Schwung und das Spiel mit der Fantasie beginnt. Am besten zu erkennen ist dies, als ein blaues Stofftuch zu einem Teich umfunktioniert wird, in dem die Protagonisten baden. Die Kinder in den vorderen Reihen recken ihre Hälse, um das imaginäre geheimnisvolle Männlein im Dunkel des Theaterzelts zu entdecken, das dem Helden Dummling eine goldene Gans schenkt. Diese bringt fortan nur ihm Glück, da er als einziger nicht ihr goldenes Gefieder begehrt.

Gespielt wird der Dummling von Sasha René Bornemann, der einen erfrischenden Auftritt als unscheinbarer Held hinlegt. Während seine Brüder Max (Benjamin Wilke) und Theo (Yorick Tortochaux) wie paralysiert von dem Glanz des Goldes sind, gelingt es dem Dummling durch sein reines Herz, die traurige Prinzessin zum Lachen zu bringen und ihr Herz zu erobern. Milena Tscharntke ist mit ihrem anrührenden Spiel, ihrem goldenen Kleid und ihren langen blonden Haaren die ideale Besetzung für die Prinzessin, die so auch einem Walt Disney-Film entsprungen sein könnte.

Über allem thront jedoch das subtil perfide Spiel von Tilo Keiner als intriganter Kanzler, der sich die Prinzessin zu eigen machen und an des Königs Stelle treten will. Mit grandioser Mimik und pointierter Sprache erschafft Keiner einen herrlich fiesen Antagonisten.

Alexander Pelz als wunderbar kauziger König und Christina Rohde als Amme und gute Seele des Stücks komplettieren die Riege der Märchencharaktere.

Reichenbacher erzählt ihre Geschichte über die Gier nach Macht und Gold auf der einen sowie Selbstlosigkeit und Mitgefühl auf der anderen Seite in einer ebenso märchenhaften wie materiellen Welt.

Der Hofstaat sieht sich mit Getreideknappheit konfrontiert, woraufhin der Kanzler die Steuern erhöhen will. Zwischen Manipulationen und Staatsgeschäfte tritt eine familiäre Tragödie, die durch die Kraft des Lachens und der Menschlichkeit gelindert wird.

Das sind ernste Themen und schöne Motive, die in einer kindgerechten, jedoch zuweilen auch etwas kitschigen Sprache zu einer Geschichte verwoben werden, die am Ende die Hoffnung auf das Gute im Menschen fokussiert.

Reichenbacher gelingt ein warmherziges und stimmungsvolles Debüt. Das neue Theaterzelt erweist sich als atmosphärisch passender Spielort.

Minutenlang bekam das Ensemble nach der gelungenen Premiere Applaus gespendet. Vor dem Zelt scharten sich im Anschluss begeisterte junge Zuschauer um die Darsteller, um ein Foto mit ihren Helden zu machen. (mad)

 

HNA vom 01.07.2016

Festspiele: Familienstück „Krabat“ 

In diesem Moment entscheidet sich Krabats Schicksal: Der Meister (Robert Joseph Bartl) mit der Kantorka (Kristin Heil). © Landsiedel

Bad Hersfeld. Es ist das gute Gefühl zu wissen, wo er hingehört, das Krabat in der Mühle am Koselbruch hält. Die Gemeinschaft der Müllersburschen, ein Platz zum Schlafen und gutes Essen reichen dem Flüchtlingsjungen. Doch bald erliegt Krabat dem Reiz der Macht.

Zaubern können, sich die Arbeit leicht machen und Herrschaft über andere erlangen, das fasziniert den Jungen sehr. Und dann noch die Aussicht darauf, einmal den Meister zu beerben, dessen Nachfolger zu werden und mit den Mächtigen der Welt zu verkehren. Die Versuchung ist groß.

Joern Hinkel hat Otfried Preußlers Jugendroman „Krabat“ für die Bad Hersfelder Festspiele auf die Bühne gebracht und dabei die Aktualität des Stoffes, der auf einer alten Sage beruht, herausgearbeitet: Die Methoden des Meisters erinnern an die Versprechungen religiöser oder politischer Extremisten, heute wie früher: Ein abgeschlossener Kreis, kaum Kontakt zur Außenwelt, ein System aus Vergünstigungen und Bedrohungen, die Perspektive auf ein besseres Leben. Dafür nehmen die Müllersburschen dann auch in Kauf, dass jedes Jahr einer von ihnen sterben muss.

Doch Krabat ist einer, dessen Wertesystem nicht völlig verschüttet ist. Anton Rubtsov spielt ihn als zunächst verloren wirkenden Jungen, dessen Neugier und Lust aufs Leben immer stärker werden, der selbstbewusst aufbegehrt und seinen guten Kern bewahrt hat.

Starke Leistungen zeigen auch Rasmus Borkowski als zweifelnder, mitfühlender und hilfsbereiter Tonda, Peter Englert als vermeintlich dummer Juro, der seinen wachen Geist hinter Tölpelhaftigkeit und Verfressenheit verbirgt und Nicole Sydow als kindlich-naiver, munterer Lobosch sowie Karolin Leweling und Kristin Heil als Worschula und Kantorka.

Besondere Authentizität gewinnt die Inszenierung dadurch, dass junge Flüchtlinge und Jugendliche aus der Region als Mühlenknappen mitspielen. Michael Kashour, Nico Otto, Jakim Leipold, Finn Schönholtz, Zeeshan Ilyas, Diyar Ithan, Stefan Brakovski und Ahmad Al Ahmad geben ihren Figuren Profil und Charakter und meistern auch ihre Textpassagen souverän, obwohl die Flüchtlinge ja kürzlich erst Deutsch gelernt haben.

Wahrhaft meisterlich agiert Robert Joseph Bartl: Seine Figur des Meisters ist vielschichtig. Selten wird er laut, arbeitet zumeist mit subtiler Drohung und zeigt doch auch menschliche Regungen, um dann im nächsten Moment einen kaltblütigen Mord zu begehen.

Ein Glücksgriff ist zudem Viola von der Burg als Erzählerin. Ihre eindrucksvolle Stimme und ausgeprägte Sprechkultur beeindrucken ebenso wie die Wandlung in handelnde Figuren in Sekundenbruchteilen durch Körperhaltung und Stimme.

Als Bühnenbild hat Jens Kilian eine düstere Fachwerkmühle geschaffen, die nach Bedarf auf- und zugeschoben wird. Schwarze Stelen in der Apsis dienen, wie schon bei der Hexenjagd, als Wald, Ella Späte hat zeitlose Kostüme entworfen, deren dezente Farbigkeit die Stimmung in der Mühle unterstützt. Bunte Farben tragen nur die Mädchen aus dem Dorf. Bewusst hat sie auf Rabenkostüme verzichtet. Stattdessen lassen die Burschen Rabenmodelle durch den stilisierten Wald fliegen.

Begeisterter Applaus im Stehen, Jubelrufe und Pfiffe, dankten dem Ensemble für eine gelungene Inszenierung, an der auch Erwachsene viel Freude haben.

 

HNA vom 29.06.2016

Junges Theater Göttingen/Schauspielschule Kassel 

Friede den Hütten! Krieg den Palästen! /24.02.2016
Göttinger Tageblatt vom 22.02.2016

Die weiteren Pressestimmen

Schauspielschüler spielen

„Die Kabale der Scheinheiligen“

 

Die ganze Crew versammelt: Die Schauspielschüler der Schauspielschule Kassel mit ihrem Regisseur Rafael Meltzer (vorn) und der leitenden Kosmetikerin Constanze Schulz (links) von der Hippokrates-Schule. Foto: Albrecht

Kassel. Er schreit und tobt, wimmert und schwitzt: Tim Tölke hat sich als Jean Baptiste Molière am Freitag im Dock 4 selbst übertroffen. Er spielt die Hauptrolle in „Die Kabale der Scheinheiligen“ (Regie: Rafael Meltzer, künstlerische Leitung:

Viktor Dell) von Michail Bulgakow, das die Schüler der Schauspielschule Kassel als Teil ihrer Abschlussprüfung geben. Das Haus ist sehr gut gefüllt. Eine abgegrenzte Bühne gibt es nicht, und so haben die Zuschauer fast das Gefühl, selbst in das Geschehen einbezogen zu sein.

Dabei spielt die Handlung in einer vergangenen Zeit: Der Schriftsteller Molière weiß sich in der Gunst des Sonnenkönigs Ludwig XIV. (Jessica Baumgarten). Der Komödiant spielt mit seiner Theatergruppe Stücke wie „Der eingebildete Kranke“ und kommt lediglich von Zeit zu Zeit mit der Kirche in Konflikt. Dem Erzbischof (Alexander Bräutigam) ist er jedoch ein Dorn im Auge, und als Molière die sehr viel jüngere Armande (überzeugend Carolin Böhm) heiratet, liefert er Anlass zu Nachforschungen. Dabei kommt heraus, dass Armande wohl nicht die Schwester von Molières Lebensgefährtin Madeleine (Kerstin Diebel) ist, sondern deren Tochter. Somit könnte Molière Armandes Vater sein, der nun seine eigene Tochter zur Frau nimmt. Dies stürzt ihn in eine Verzweiflung, an der er letztlich stirbt.

Den Schauspielschülern gelingt es, eine starke Atmosphäre herzustellen und so einen historischen Stoff in die Gegenwart zu transportieren. Wie nebenbei zeigen sie das Repertoire ihrer erlernten Fähigkeiten: Ein Fechtduell, Gesangseinlagen und eine Beinahe-Sexszene werden überzeugend dargestellt. Viele übernehmen Doppelrollen (wandelbar Benjamin Wilke), manche der Frauen übernehmen Männerrollen (Eva Hamm als Musketier). Dabei wird die Inszenierung insbesondere durch Tölke als Molière getragen, der auf hohem Niveau agiert. Bei ihm wirken Molières Wutausbrüche authentisch, Tölke steigert sich in den Gefühlsausdruck hinein, scheint Molières Probleme mitzuempfinden. Schauspielkunst vom Feinsten.   

Von Yvonne Albrecht                                                                              HNA vom 27.07.2015